Aufgrund der kriegerischen Ereignisse im Mittleren Osten, aktuell noch verstärkt durch das Niedrigwasser im Rhein, erleben Erdölprodukte eine Preishausse. Das gilt leider besonders ausgeprägt für Diesel und Schmierstoffe und betrifft somit unsere Branche unmittelbar.
Der FUS ruft seine Mitglieder dazu auf, die entsprechenden Mehrkosten in die individuellen Preiskalkulationen einfliessen zu lassen und wenn immer möglich die Mehrkosten an die Auftraggeber weiterzugeben. Das ist ein absolut normales und legitimes Marktverhalten, andernfalls müssten wir unverschuldet einen Margenverlust hinnehmen.
Motivieren soll uns das Beispiel der Transportbranche. Der Schweizerische Nutzfahrzeugverband ASTAG veröffentlicht im Wochenturnus einen Referenzwert für die Dieselpreise, und es ist selbstverständlich, dass der Dieselpreis in die aktuelle Preiskalkulation einfliesst.
Bitte teilt der Geschäftsstelle mit, wenn Ihr bei Euren Auftraggebern auf Unverständnis stossen solltet. Dann müsste sich der FUS auf der verbandspolitischen Ebene diesbezüglich ins Zeug legen gegenüber unseren Marktpartnern. Vorerst gehen wir davon aus, dass wir diese Mehrkosten über die normalen Marktmechanismen abfedern können.
Während der Brut- und Setzzeit schränken die Kantone Holznutzung und Waldpflege ein. Der FUS schlägt eine kürzere Dauer und eine Von-Fall-zu-Fall-Beurteilung für Nutzungseinschränkungen vor.
In seiner integralen Wald- und Holzstrategie möchte der Bund bis 2050 pro Jahr 1 Million m3 mehr Holz ernten. Der Verband Forstunternehmer Schweiz zeigt auf, wie dieses Ziel erreicht werden kann.
Am 12. Juni 2026 fand unsere diesjährige Mitgliederversammlung in statt. Die Wahl des Versammlungsorts Küssnacht SZ erfolgte aufgrund einer Einladung durch die Schilliger Holz AG. Das Nachmittagsprogramm stand denn auch im Zeichen einer Besichtigung der eindrücklichen neuen Produktionsanlage für LIGNATHERM-Faserdämmplatten, die Schritt für Schritt am Anlaufen ist.
Mit über achtzig Teilnehmenden (Verbandsmitglieder + Gäste) war der Anlass gut besucht. Unser Präsident Yvan Pahud eröffnete die Versammlung mit einer kraftvollen Rede, in der er die Bedeutung aller Glieder der Wertschöpfungskette Wald-Holz herausstrich, sowie die verbandsübergreifende Zusammenarbeit innerhalb der Wald- und Holzwirtschaft betonte. Die Zukunft des Schweizer Holzes hänge massgeblich von unserer Fähigkeit ab, innerhalb der Branche gut koordiniert zusammenzuarbeiten. Damit Schweizer Holz konkurrenzfähig bleibt, sind Investitionen und Effizienzsteigerungen auf allen Verarbeitungsstufen nötig. Namentlich die Forstunternehmer als Bindeglied zwischen Wald- und Holzwirtschaft gehen hier mit gutem Beispiel voran, investierten viel in moderne Maschinen und tragen so zu kompetitiven Holzerntekosten bei. Auch die Holzindustrie investierte viel. Das Beispiel der Schilliger Holz AG mit ihrer Investition in ein hochmodernes Faserdämmplattenwerk ist ein Beleg dafür, dass die Branche an ihre Zukunft glaubt.
Vizepräsident Remo Abächerli, unterstützt von den Mitarbeitenden der Geschäftsstelle, führte anschliessend durch die Versammlung.
Ein Schwerpunkt neben den ordentlichen Traktanden war die Vorstellung des verbandsübergreifenden Projekts «Holzmobilisierung», in dem der FUS gemeinsam mit dem Verband Holzindustrie Schweiz (HIS) und dem Verband Schweizer Forstpersonal (VSF) eine federführende Rolle spielt.
Im Anschluss richtete Ernest Schilliger, Geschäftsführung und Präsident Schilliger Holz AG, Grussworte an die Versammlung und stellte den Werdegang des neuen Faserdämmplattenwerks vor, als Einstieg zur Besichtigung am Nachmittag.
Kantonsförsterin Esther Lagler stellte den Wald im Kanton Schwyz vor.
Es folgte ein Fachvortrag unseres langjährigen Partners Intrass AG, bzw. der Komatsu Forest GmbH, mit dem Titel «Effizienz, Transparenz, Wirtschaftlichkeit – Komatsu Smart Forestry Flottenmanagement».
Auch Speis und Trank und der gesellige Austausch kamen nicht zu kurz, gut geschützt vor dem Nieselregen im gedeckten Aussenbereich der Firma Kost Holzbau AG, die unsere Versammlung beherbergte (man sehnt sich in diesen heissen Tagen fast nach der kühlen und feuchten Periode anfangs Juni zurück).





